Himmelsstürmer in der Wüste
Der Burj Chalifa in Dubai (Burj ist das arabische Wort für „Turm“) ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Damit beansprucht nach Jahrhunderten wieder ein Bauwerk in Nahost diesen Titel für sich, nachdem im Jahr 1300 die große Pyramide von Gizeh ihre Krone an die Kathedrale von Lincoln abtreten musste.
Aufmerksamen Betrachtern, die aus der Luft auf den Burj hinunterblicken, wird der Grundriss des Gebäudes bekannt vorkommen Seine geometrische Form erinnert an die Spinnenlilie, ein Narzissengewächs, das in Dubai und dem gesamten Nahen Osten angebaut wird. Andere, nicht minder subtile Details spiegeln den Einfluss islamischer Kultur und Architektur wider.
Es geht nicht nur um einen Wolkenkratzer mit Luxusapartments. Seinen Bewohnern soll das Gebäude mit seinen exklusiven Restaurants, luxuriösen Pools, einem Fitnesscenter, einer Bibliothek sowie Erholungsanlagen einen neuartigen Lebensstil bieten. Und immer die beste Aussicht.
Entworfen wurde der futuristische Bau von Adrian Smith, dem Stararchitekten von Skidmore, Owings & Merrill. Das Büro zeichnet auch für das Olympia Center in Chicago, Rowes Wharf in Boston und für das Gebäude der United Gulf Bank in Bahrain verantwortlich. Eine der größten Herausforderungen für den Architekten war es, das Klima im Inneren des Bauwerks in den Griff zu bekommen. Eine gigantische Klimaanlage bewältigt Außentemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius und schafft so angenehme Temperaturen für Besucher und Bewohner.
Technologie und Ausstattung auf hohem NiveauDer bereits in 2007 abgeschlossene GEA Auftrag umfasste die Lieferung von zwölf Kühltürmen vom Typ
Polacel CMDI 840, jeder mit einer Grundfläche von 100 m². Diese Türme helfen, die enormen Wassermengen zu kühlen, die das System zu verarbeiten hat. Sie arbeiten im Gegenstromprinzip: Das hinabfließende Wasser trifft auf den Luftstrom, der von einem Ventilator nach oben gesaugt wird. Die GEA Kühltürme wurden aufgrund ihrer außerordentlichen Effizienz und ihrer Sparsamkeit im Wasserverbrauch ausgewählt, denn Wasser ist ein kostbares Gut in Dubais trockenem Wüstenklima.
Die GEA Einheiten können über 95 Prozent des Wassers, das durch sie hindurchfließt, wiederverwerten. Ihr anpassungsfähiges Design lässt eine platzsparende Montage zu – Raum ist eine weitere kostbare Ressource in dieser Stadt der hohen Bauten und der noch höheren Quadratmeterpreise.
Die Projektbeteiligung von
GEA Heat Exchangers zeugt vom hohen Standard der Ausstattung und Technologie, die im ganzen Gebäude genutzt werden. Zum Beispiel haben die Konstruktion des Ventilatorbereichs und der große Ventilator einen niedrigeren Energieverbrauch und einen geringen Geräuschpegel zur Folge. Zudem minimieren treibende Dämpfer das Aufprallgeräusch des Wassers. Neben den extrem guten Schallschutzeigenschaften der Kühltürme sorgt eine spezielle Hightech-Außenverkleidung dafür, dass keine Lärmbelästigung entsteht. Reflektierendes Glas, Aluminium und Paneele aus rostfreiem Stahl sowie rohrförmige vertikale Träger verschönern die schmale Silhouette des Burj.